{"id":634,"date":"2015-03-23T11:39:34","date_gmt":"2015-03-22T22:39:34","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=634"},"modified":"2015-03-24T08:09:51","modified_gmt":"2015-03-23T19:09:51","slug":"oamaru","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=634","title":{"rendered":"Oamaru"},"content":{"rendered":"<p>In Oamaru angekommen wollten wir auf eine Art Holiday Campground, wo wir zwar in unserem Auto schlafen, aber den Aufenthaltsraum, die K\u00fcche und die Dusche mitbenutzen k\u00f6nnen w\u00fcrden. Gegen 13:00 Uhr kamen wir am besagten Campground an, nur um zu sehen, dass einchecken erst in zwei Stunden m\u00f6glich sei wird. Da das Wetter\u00a0alles andere als gut war, blieben wir an der Rezeption sitzen. Nach 10 Minuten kam dann eine \u00e4ltere\u00a0Frau vorbei und fragte, ob sie uns helfen k\u00f6nne. Wir erkl\u00e4rten ihr unsere Situation, aber einchecken\u00a0ginge trotzdem noch nicht, sagte sie, da sie noch sauber machen m\u00fcsse. Das fanden wir zwar ein bisschen unflexibel,\u00a0gerade da wir keine Zimmer belegen, sondern lediglich uns schon mal in den Aufenthaltsraum setzen wollten, aber so stand es ja immerhin auch auf dem Schild. Also haben wir uns wieder ins Auto gesetzt, und ich unternahm den Versuch, mir die Landschaft anzugucken. 15 Minuten sp\u00e4ter begann es zu allem \u00dcberfluss auch\u00a0noch an zu regnen. Also zur\u00fcck ins Auto und auf dem Parkplatz des Holidayparks gewartet. Nach ein\u00a0paar Minuten klopft die Frau von der Rezeption an und meint, dass das so nicht abgemacht sei. Wir w\u00fcrden hier ja nur \u00fcbernachten und nicht hier leben, weshalb wir doch bitte verschwinden sollen. Julian und ich guckten uns verdutzt und sagten nur:<br \/>\n&#8222;\u00c4hm klar, kein Problem&#8220;.<br \/>\nAlso das Handy rausgeholt und nachgeguckt, wo man denn als n\u00e4-<br \/>\nDa klopft sie schon wieder an&#8230; Was zum Teufel will sie denn jetzt schon wieder? Wir hatten ja nicht einmal gen\u00fcgend Zeit, um uns zu \u00fcberlegen wo wir als n\u00e4chsten hinwollen.<br \/>\nZ\u00fcndung an, das Fenster f\u00e4hrt runter, und auf halben Weg nach unten beginnt sie schon an zu sprechen. Dieses mal mit deutlich mehr Nachdruck:<br \/>\n&#8222;Ich f\u00fchle mich extrem unwohl wenn ihr hier steht! Verschwindet.\u00a0Jetzt!&#8220;<br \/>\nOkaaaay, da wollen wir nicht bleiben. Also runter vom Parkplatz, nach 300m an den linken Stra\u00dfenrand und\u00a0das Handy angeschmissen um zu gucken, wo man denn sonst f\u00fcr wenig Geld \u00fcbernachten kann. Nirgends.<br \/>\nNaja gut, nach drei Wochen im Auto schlafen kann ja auch mal wieder in einem Backpacker Hostel \u00fcbernachten.\u00a0Wir suchten uns das billigste Hostel mit den besten Bewertungen heraus, auch wenn die Backpacker Hostels\u00a0alle ungef\u00e4hr gleich viel kosten.<br \/>\nAuf den ersten Blick sah das &#8222;Hostel&#8220; wie ein umfunktioniertes\u00a0privat Haus aus und wie sich herausstellte, war es das auch. Erst nach dem zweiten mal Klingeln\u00a0\u00f6ffnete die 65 j\u00e4hrige Besitzerin Agra die T\u00fcr, und ihr Erscheinungsbild schrie f\u00f6rmlich nach &#8222;Why the fuck\u00a0did you wake me up?&#8220;. Ohne eine Begr\u00fc\u00dfung fragte sie uns ob einer von uns Felix sei. Nach unserem Nein folge die n\u00e4chste Frage:<br \/>\n&#8222;Ihr wollt also auch ein Zimmer haben?&#8220;<br \/>\nWir nickten nur stumm und fragten uns, wo wir denn jetzt schon wieder gelandet waren.<br \/>\n&#8222;Na gut, dann kommt schon rein&#8220;, sagte sie. &#8222;Wie alt seit ihr? Soo 25?&#8220;<br \/>\n&#8222;Nein, zwanzig.&#8220;<br \/>\n&#8222;Zwanzig? Niemals! Die beiden anderen Jungs hier sind zwanzig und sehen aus wie fucking 14&#8220;, sagte sie und\u00a0deutete auf die in H\u00f6rweite sitzenden Backpacker, welche schmunzelten und uns begr\u00fc\u00dften.<br \/>\nW\u00e4hrend der Hausf\u00fchrung fuhr sie fort:<br \/>\n&#8222;Ihr habt in eurem Leben also noch nichts Spannendes\u00a0erlebt? Bis auf beim Ecstasykauf auf dem Schulhof abgezogen zu worden?&#8220;<br \/>\nWir begriffen mit jedem weiteren Satz, dass ihre schroffe Art nur oberfl\u00e4chlich ist oder einfach Teil ihres\u00a0recht derben Humors ist.<br \/>\nAls wenig sp\u00e4ter drei weitere Backpacker ankamen, welche eine \u00e4hnlich herzliche Begr\u00fc\u00dfung erfuhren,\u00a0beschloss Agra, uns in ihrem Auto durch die Stadt zu fahren, um uns alles Sehenswerte zu zeigen.\u00a0Anfangs waren wir alle mit der Gastfreundlichkeit ein wenig \u00fcberfordert, stiegen aber kurzerhand in das f\u00fcnfsitzige Auto, in dem ihr Hund (ein Australien Sheppart) auch noch mitfahren wollte. So sa\u00dfen dann\u00a0drei Leute auf der R\u00fcckbank gequetscht und der Hund, welcher eindeutig kein Scho\u00dfhund ist, einfach irgendwo\u00a0auf uns drauf. Nachdem Agra uns durch die viktorianische Altstadt fuhr, zeigte sie uns noch viele Pl\u00e4tze, an denen wir Pinguine bei Nacht sehen k\u00f6nnen.<br \/>\nZur\u00fcck im Haus genossen wir erst einmal das Internet und die K\u00fcche. Insbesondere den Toaster, da wir seit\u00a0drei Wochen zum Fr\u00fchst\u00fcck nur ungetoastetes Toast mit Marmelade a\u00dfen.<br \/>\nAm Abend machten wir uns dann auf\u00a0die Suche nach den Pinguinen und fanden tats\u00e4chlich ein paar. Von Agra erfuhren wir, dass es f\u00fcr Pinguine\u00a0schon ein\u00a0wenig zu sp\u00e4t im Jahr sei, da die meisten Jungtiere die Nester schon verlassen hatten.\u00a0Aber immerhin konnten wir mit den Infos von Agra ein paar ersp\u00e4hen, ohne die teure Tour zu buchen.<br \/>\nZwei Tage sp\u00e4ter gingen wir dann in die Steampunk Gallerie Oamarus.\u00a0Ein besonderes Highlight war das &#8222;Infinity Portal&#8220;. Ein kleiner quadratischer Raum, welcher komplett\u00a0verspiegelt war. Durch die Spiegel wurde eine optische T\u00e4uschung erschaffen, durch die der Raum endlos\u00a0gro\u00df aussah. Mit den Lichtern und der Musik wurde der Raum dann zu einem besonderen Erlebnis. <a href=\"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0354.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"  wp-image-635 alignleft\" src=\"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0354-1000x667.jpg\" alt=\"DSC_0354\" width=\"437\" height=\"291\" srcset=\"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0354-1000x667.jpg 1000w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0354-485x323.jpg 485w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0354-960x640.jpg 960w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_0354.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 437px) 100vw, 437px\" \/><\/a>In der Video-Galerie dieser Seite gibt es auch einen kleinen Film.<\/p>\n<p>Nach der Steampunk Galerie gingen wir auf Empfehlung eines Zimmergenossens mit drei anderen Backpackern\u00a0zu der Cheesefactory und genossen f\u00fcr drei Dollar pro Person 14 verschiedene K\u00e4searten unter denen viele\u00a0preisgekr\u00f6nt waren. Ich muss wohl kaum erw\u00e4hnen, welche Freude das f\u00fcr unsere Zungen war, mal wieder etwas\u00a0richtig Gutes zu schmecken. Vor allen Dingen etwas, was weder Toast noch Pasta ist.<\/p>\n<p>Nach zwei N\u00e4chten verabschiedeten wir uns dann von Oamaru und Agra, welche unseren Aufenthalt in ihrem Hostel mit 9,9 von 10 bewertete&#8230; keine Ahnung was wir falsch gemacht haben, dass wir nicht die vollen\u00a010 Punkte bekommen haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In Oamaru angekommen wollten wir auf eine Art Holiday Campground, wo wir zwar in unserem Auto schlafen, aber den Aufenthaltsraum, die K\u00fcche und die Dusche mitbenutzen k\u00f6nnen w\u00fcrden. Gegen 13:00 Uhr kamen wir am besagten Campground an, nur um zu sehen, dass einchecken erst in zwei Stunden m\u00f6glich sei wird. 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