{"id":1314,"date":"2015-08-08T14:59:25","date_gmt":"2015-08-08T01:59:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=1314"},"modified":"2015-08-08T14:59:25","modified_gmt":"2015-08-08T01:59:25","slug":"christchurch-und-die-arbeit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=1314","title":{"rendered":"Christchurch und die Arbeit"},"content":{"rendered":"<p>Was ist in den letzten drei Monaten passiert?<br \/>\nVerglichen mit den vorherigen drei Monaten, nicht viel und dennoch genug, um einen \u00fcberlangen Blogeintrag\u00a0zu schreiben.<br \/>\nIch fange erst einmal mit dem offensichtlichen an: <strong>Der Arbeit<\/strong>.<\/p>\n<p>Nachdem wir also aus den Catlins direkt nach Christchurch gefahren waren, versuchten wir gleich am n\u00e4chsten\u00a0Tag eine Arbeit zu finden. Wir gingen, wie so viele andere Backpacker, zu einer Zeitarbeitsfirma. Nachdem\u00a0wir nach einer Woche aber immer noch keinen Anruf bekamen, gingen wir zu einer weiteren und danach noch zu einer dritten. Erst nachdem wir bei allen mehrfach hinterhergefragt haben, bekamen wir dann nach zwei Wochen endlich\u00a0den ersten Job, welcher typisch f\u00fcr Christchurch eine Arbeit auf einer Baustelle war. Da wir nat\u00fcrlich keinerlei\u00a0Erfahrung oder Ausbildung hatten, halfen wir nur bei kleineren Arbeiten aus. Von der Zeitarbeitsfirma\u00a0hatten wir lediglich drei Wochen Arbeit versichert bekommen, da wir aber scheinbar gut genug gearbeitet haben,\u00a0wurden wir f\u00fcr das Projekt \u00fcbernommen.<br \/>\nDas Projekt kann man im Gro\u00dfen und Ganzen als Hangbefestigung beschreiben und ist in zwei Subprojekte aufgeteilt.\u00a0Das Erste war der Bau eines Kanals auf dem Hang, welcher das Regenwasser auffangen und ableiten sollte, um einen Erdrutsch zu vermeiden. Das zweite Projekt war der Bau eines Schutzwalls am Fu\u00dfe des Hangs, welcher im Falle eines Erdbebens, die H\u00e4user vor herabfallenden Gesteinsbrocken sch\u00fctzen soll.\u00a0Die ganze Planung des Projekts war so schlecht, dass wir selbst eine Woche vor Fertigstellung nicht wussten,\u00a0ob wir nur noch zwei Tage oder drei Wochen f\u00fcr das Projekt ben\u00f6tigen w\u00fcrden. Das war deshalb ein Problem, da wir am\u00a0Ende eigentlich die weiteren drei Wochen h\u00e4tten arbeiten m\u00fcssen, wir aber nur f\u00fcr dieses Projekt dabei waren. Nach vielem hin und her im Projekt wurden wir dann letzten Endes aber f\u00fcr das n\u00e4chste Projekt \u00fcbernommen\u00a0so, dass wir weiter arbeiten konnten.<br \/>\nAls Beispiele f\u00fcr das, was schiefgegangen ist: Als ein starker Regenfall kam, wurde ein gro\u00dfer Teil es Hangs\u00a0in den Kanal gesp\u00fclt. Als folge durften wir besagten Kanal s\u00e4ubern. Klingt nicht so wild, wenn man sich aber\u00a0vorstellt, dass dieser ca. 250m lang war, aus mit Steinen bef\u00fcllten Gitterk\u00e4figen besteht, sieht die Situation\u00a0schon anders aus. Wir verbrachten eine Woche damit die Gitterk\u00e4fige aufzuklippen, die Steine mit einem Eimer Wasser vom Schlamm zu s\u00e4ubern und danach wieder zu bef\u00fcllen und zuzuklippen. Zu allem \u00dcberfluss regnete\u00a0es an einigen Tagen noch. Wir haben also buchst\u00e4blich Steine vom Schlamm freigewaschen w\u00e4hrend es regnete&#8230;\u00a0Andere Beispiele sind: Niemand wusste wie hoch die Wand sein sollte die wir bauten, keiner wusste den exakten\u00a0Winkel zur angrenzenden Stra\u00dfe oder der Neigung und als wir dann den Laser bekamen, war es erst der falsche dann bekamen wir einen, wo der Empf\u00e4nger fehlte, wir bekamen einen neuen Empf\u00e4nger nur um zu bemerkten, dass \u00a0der Laser defekt ist um dann einen dritten, neuen Laser mit neuem Empf\u00e4nger zu bekommen.<br \/>\n1 1\/2 Wochen bevor wir dann fertig mit der Arbeit gewesen w\u00e4ren, wurde ich krank und musste f\u00fcr drei Tage\u00a0im Bett liegen bleiben, da es Julian auch nicht gut ging, blieb er auch zuhause. Das schien offensichtlich\u00a0keinen guten Eindruck gemacht zu haben (besonders, da unser Vorarbeiter am vorherigen Tag meinte, dass er gerade in den n\u00e4chsten Tagen unsere Hilfe ben\u00f6tigt) und ich bekam von der Zeitarbeitsfirma schlicht mitgeteilt,\u00a0dass unsere Hilfe nicht mehr ben\u00f6tigt wird. Fand ich nach neun Wochen Zusammenarbeit etwas dreist wie man\u00a0als Zeitarbeiter behandelt wird&#8230; Am Ende fehlten aber nur 1 1\/2 Wochen, was dann keinen gro\u00dfen Unterschied gemacht hat. Wir bekamen von unser Zeitarbeitsfirma dann noch f\u00fcr einen Tag arbeit, wo sie viele Leute ben\u00f6tigten.<\/p>\n<p><strong>Die Unterkunft:<\/strong><br \/>\nNachdem wir einen Tag in einem Hostel unterkamen, suchten wir nach einer Wohnung. Das war allerdings schwieriger als gedacht, da man nur mit Gl\u00fcck und viel Zeit eine Wohnung findet, wo man 140-150$ die Woche bezahlt. Nach\u00a0dem einen Tag fanden wir allerdings ein Haus, welches lediglich 100$ die Woche kosten sollte. Wir vereinbarten eine Uhrzeit und trafen uns sp\u00e4ter am Tag dort. Das Haus war schlicht gesagt ein Drecksloch. Es war noch\u00a0immer stark vom Erdbeben besch\u00e4digt, die R\u00e4ume waren im Hostel Stil eingerichtet: Mehrere Stockbetten, besetzt\u00a0von anderen Backpackern. Das Bad war gr\u00fcn vor Algen am Boden und schw\u00e4rzlich vor Schimmel an der Decke.\u00a0Unser verzweifeltes Bed\u00fcrfnis nach einem festen Wohnsitz und der unschlagbare Preis war dann aber trotzdem\u00a0Grund genug, dass wir dort einzogen. Dazu waren viele andere Reisende auch dort sesshaft. Wie schlimm kann es\u00a0dann also schon sein?<br \/>\nWir bezahlten also 200$ im voraus f\u00fcr die letzten zwei Wochen die man bleiben wird und versuchten es uns bequem\u00a0zu machen. Nach einem Tagen bemerkten wir aber das gr\u00f6\u00dfte Problem des Hauses. Es gab keine Heizung. Nach ein paar\u00a0Wochen wurde es immer k\u00e4lter im Haus, weshalb ich anfing, im Schlafgsack mit meinem Arbeitspullover zu schlafen.\u00a0Nach ein paar weiteren Wochen wurde es dann aber immer k\u00e4lter und selbst das wurde zu kalt. Da wir uns aber\u00a0mit den ganzen Mitbewohnern super verstanden hatten und wir nur 10 Minuten zur Arbeit ben\u00f6tigten, sahen wir dar\u00fcber hinweg.<br \/>\nMit der Zeit wurde uns dann der Vermieter (welcher scheinbar das Haus nicht einmal wirklich besa\u00df) aber immer\u00a0suspekter. Einer der wohl ausschlaggebendsten Geschichten war ein Abend, wo wir mit ein paar anderen Mitbewohnern\u00a0in die Stadt gehen wollten und sich der Vermieter einfach einlud mitzukommen. So weit so gut. Als er dann aber\u00a0sp\u00e4ter anfing, sich an ein M\u00e4dchen ranzumachen, welche zu dem Zeitpunkt komplett betrunken war und obendrein\u00a0eigentlich auf einen Mitbewohner von uns stand wurde es sehr merkw\u00fcrdig. Sie war ca 22 und er 50+. Sp\u00e4ter\u00a0war sie dann so betrunken, dass sie anfing eine Szene zu machen, da irgendwas mit ihrem Handy nicht stimmte. Unser Zimmerkollege wollte ihr noch irgendwie helfen, w\u00e4hrend der Vermieter, angenervt von ihrem Stimmungsumbruch,\u00a0auf eine ganz widerliche Art und Weise nur sagte: bah fuck her, let&#8217;s go dancing again. Um dann noch eins drauf zu setzten, war er am n\u00e4chsten Morgen extrem penetrant als es darum ging, ihre Nummer\u00a0von uns zu bekommen.<br \/>\nAls dann ein paar Tage sp\u00e4ter das 700$ teure Fahrrad von unserem Zimmerkollegen Nicolas geklaut wurde, was\u00a0in einer Ecke im Garten angeschlossen war und alle Hinweise auf den Vermieter hindeuteten, wurde uns das zu viel\u00a0und wir verzichteten auf die letzten 200$, welche wir im voraus bezahlten und gingen in jenes Hostel, in dem wir die erste Nacht in Chrustchurch verbrachten. Zu unserem Gl\u00fcck kostete das in der offseasion auch nur 100$ die\u00a0Woche. Dort blieben wir dann bis zum Schluss und genossen jeden Tag die Heizung, eine ordentliche K\u00fcche und das\u00a0saubere Bad.<\/p>\n<p><strong>Aktivit\u00e4ten:<\/strong><br \/>\nVieles haben wir nicht gemacht, oft haben wir ja auch noch am Samstag gearbeitet. Wir haben aber u.a. die Street\u00a0Art Ausstellung besucht, waren mehrfach Snowboarden und ich war mit Nicolas bei den Hanmer Springs.<\/p>\n<p><strong>Pl\u00e4ne:<\/strong><br \/>\nUnseren Pl\u00e4ne sehen nun wie folgt aus: Von Christchurch geht es direkt nach Wanaka f\u00fcr zwei N\u00e4chte und danach nach Queenstown f\u00fcr sieben Tage in ein Hostel in Queenstown. Auf dem Plan steht mal wieder Snowboarden und der Nevis Highwire Bungeesprung.<br \/>\nNach Queenstown geht dann langsam an der Westk\u00fcste Richtung Norden. Von Picton, wo wir einen Bekannten treffen werden, geht es dann mit der F\u00e4hre nach Wellington. Von da aus werden wir dann auf der Nordinsel umherreisen.\u00a0Dort werden wir drei weitere Bekannte ein weiters mal sehen und neben Hobbiton steht ein Skydive auf dem Plan.\u00a0Am Ende werden wir zwei Wochen in Auckland verbringen, um das Auto zu verkaufen. Von dort geht es f\u00fcr eine Woche\u00a0nach Australien. Angekommen in Melbourne werden wir eine weitere Bekannte treffen, welche uns die Stadt zeigen m\u00f6chte und werden dann mit einem Auto nach Sydney fahren von wo aus unser Flieger f\u00fcr einem Monat nach Thailand geht um dann schlie\u00dflich am 1. Dezember in Hamburg anzukommen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Was ist in den letzten drei Monaten passiert? Verglichen mit den vorherigen drei Monaten, nicht viel und dennoch genug, um einen \u00fcberlangen Blogeintrag\u00a0zu schreiben. Ich fange erst einmal mit dem offensichtlichen an: Der Arbeit. Nachdem wir also aus den Catlins direkt nach Christchurch gefahren waren, versuchten wir gleich am n\u00e4chsten\u00a0Tag eine Arbeit zu finden. Wir &hellip; <a href=\"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=1314\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">Christchurch und die Arbeit<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[],"class_list":["post-1314","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1314","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1314"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1314\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1315,"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/1314\/revisions\/1315"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1314"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=1314"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=1314"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}