{"id":1248,"date":"2015-05-10T02:29:26","date_gmt":"2015-05-09T13:29:26","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=1248"},"modified":"2015-05-10T02:29:26","modified_gmt":"2015-05-09T13:29:26","slug":"kepler-track","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=1248","title":{"rendered":"Kepler Track"},"content":{"rendered":"<p>Als letzte Etappe des Kapitels &#8222;Fjordland&#8220; stand der Kepler Track an. Mit 60 Kilometer der l\u00e4ngste\u00a0Great Walk im Fjordland und mit einem H\u00f6henunterschied von 1000m am ersten Tag einer der steilsten\u00a0dazu. Zwar w\u00e4re es durchaus m\u00f6glich gewesen, die 60km in 3 Tagen zur\u00fcck zu legen, da wir dann aber\u00a0am letzten Tag \u00fcber 30km h\u00e4tten zur\u00fcck legen m\u00fcssen, entschieden wir uns dagegen und nahmen uns vier Tage zeit.<br \/>\nAm ersten Tag hatten wir klares Wetter und da die erste H\u00fctte auf 1000m lag, gab es reichlich\u00a0M\u00f6glichkeiten beim Aufstieg die Sicht auf das Fjordland, den See Te Anau und das Dorf zu genie\u00dfen.\u00a0Leider bereitete mir mein Knie erhebliche Schwierigkeiten, welches immer noch vom Milford Track\u00a0angeschlagen war. Ich muss es dort wohl \u00fcberlastet haben und obwohl der Schmerz zwischenzeitlich fast\u00a0komplett verschwunden war, kam es schlagartig nach den ersten \u00fcberwundenen H\u00f6henmetern zur\u00fcck.\u00a0Als wir an der H\u00fctte ankamen, fragten wir wie immer den Ranger nach einem Wetterupdate f\u00fcr den\u00a0n\u00e4chsten Tag. Viel Regen und orkan\u00e4hnliche B\u00f6en wurden uns vorhergesagt. Der Luxmore Summit,\u00a0der h\u00f6chste Punkt des Tracks, stand morgen auf der Checkliste\u00a0und da dieser ohne Rucksack nur eine\u00a0Stunde entfernt war, entschieden wir uns am heutigen Tag hochzulaufen.<br \/>\nMan hatte in der Tat eine au\u00dfergew\u00f6hnliche Sicht \u00fcber den Lake Te Anau und Lake Manapouri, welche\u00a0von einander 30 Minuten mit dem Auto entfernt liegen.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1132\" aria-describedby=\"caption-attachment-1132\" style=\"width: 625px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_02683.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1132\" src=\"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_02683-1000x667.jpg\" alt=\"Aussicht auf Lake Te Anau\" width=\"625\" height=\"417\" srcset=\"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_02683-1000x667.jpg 1000w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_02683-485x323.jpg 485w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_02683-960x640.jpg 960w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_02683.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 625px) 100vw, 625px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1132\" class=\"wp-caption-text\">Aussicht auf Lake Te Anau<\/figcaption><\/figure>\n<p>Erstaunlicherweise erwiesen sich die\u00a0weiteren 500 H\u00f6henmeter, welche es bergauf und bergab zu bew\u00e4ltigen galt, nicht als Hilfe bei\u00a0der Regenerierung meines Knies. Allein f\u00fcr den eigentlich 30 min\u00fctigen Abstieg ben\u00f6tigte ich\u00a01 1\/2 Stunden.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen durfte ich dann das St\u00fcck erneut gehen. Nur dieses Mal mit dem Rucksack. \u00dcberraschenderweise hielten sich meine Schmerzen im Knie noch im Rahmen des aushaltbaren und wir\u00a0machten schnell Fortschritt. Nach ca. 45 Minuten waren wir wieder an der Stelle vom Vorabend.\u00a0Nur dieses mal war das Wetter nicht auf unserer Seite. Vom Ranger h\u00f6rten wir am Abend, dass\u00a0die Windgeschwindigkeit zwischen 110 und 120km\/h lag. Starke B\u00f6en \u00fcberschritten diesen Wert aber\u00a0noch. Definitiv also zu Windig f\u00fcr den Regen\u00fcberzug des Rucksack. Da der Wind am Anfang nicht dauerhaft mit so einer enormen Kraft wehte, war es oft schwer abzusehen, wann die n\u00e4chste B\u00f6e\u00a0uns treffen w\u00fcrde. Es gab Momente, wo absolute Windstille herrschte, welche dann aber schnell\u00a0wieder gebrochen wurde. Durch das vergr\u00f6\u00dferte Profil vom Rucksack war man zus\u00e4tzlich noch\u00a0anf\u00e4lliger f\u00fcr den Wind und es war oft schwer das Gleichgewicht zu behalten. Je l\u00e4nger wir\u00a0unterwegs waren, desto st\u00e4rker wurde der Wind. Kurz bevor wir den Bergkamm verlassen konnten,\u00a0kam der Wind so stark von der Seite, dass man sich dauerhaft gegen den Wind lehnen musste.\u00a0Gute vier Stunden waren wir der Dauerbelastung ausgesetzt und nachdem es dann durch die\u00a0Baumgrenze wieder zur\u00fcck ins Tal ging, war nicht nur mein Knie vom stetigen Kampf gegen den\u00a0Wind komplett \u00fcberlastet, auch mein Fu\u00df vom\u00a0anderen Bein war durch eine stetige Schonhaltung\u00a0\u00fcberansprucht. Als wir dann nach 6 Stunden endlich an der H\u00fctte ankamen, war ich nicht nur v\u00f6llig ersch\u00f6pft, sondern obendrein auch noch komplett durchn\u00e4sst. Da ich auf Grund des Windes auch kein\u00a0Regen\u00fcberzug \u00fcber den Rucksack ziehen konnte, war auch dieser nass genug, dass s\u00e4mtlicher Inhalt\u00a0feucht geworden war.<br \/>\nSp\u00e4ter am Abend erz\u00e4hlte uns der Ranger, dass es 40mm Niederschlag gab, und dass es auf dem Milford Track ganze 400mm waren. An einem einzigen Tag. Die Ranger mussten dort im h\u00fcfttiefen\u00a0Wasser von H\u00fctte zu H\u00fctte gehen, um die Tracker zu erreichen. Alle Leute wurden an dem Tag vom\u00a0Milford Track mit dem Helikopter herausgeflogen.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Tag gab es dann kaum Steigung und man wanderte haupts\u00e4chlich durch ein Valley.\u00a0Jedoch haben sich die 40mm Niederschlag bemerkbar gemacht. Viele Stellen des Weges waren komplett\u00a0geflutet.<\/p>\n<figure id=\"attachment_1147\" aria-describedby=\"caption-attachment-1147\" style=\"width: 662px\" class=\"wp-caption aligncenter\"><a href=\"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_03152.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\" wp-image-1147\" src=\"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_03152-1000x667.jpg\" alt=\"Gefluteter Pfad\" width=\"662\" height=\"441\" srcset=\"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_03152-1000x667.jpg 1000w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_03152-485x323.jpg 485w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_03152-960x640.jpg 960w, https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/wp-content\/uploads\/DSC_03152.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 662px) 100vw, 662px\" \/><\/a><figcaption id=\"caption-attachment-1147\" class=\"wp-caption-text\">Gefluteter Pfad<\/figcaption><\/figure>\n<p>Der weitere Tag gestaltete sich insgesamt aber deutlich weniger spannend als der Vorherige.\u00a0Auch vom letzten Tag gibt es nicht viel Spannendes zu berichten. Wir gingen im fr\u00fchen D\u00e4mmerlicht los und kamen gegen 13:00 Uhr am Parkplatz wieder an. Auch wenn\u00a0ich zeitweise extreme Probleme mit meinem Knie hatte und es viel regnete, war es dennoch\u00a0definitiv ein sehr sch\u00f6ner Track, welcher sich allein wegen der Aussicht am ersten Tag schon\u00a0mehr als gelohnt hatte.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als letzte Etappe des Kapitels &#8222;Fjordland&#8220; stand der Kepler Track an. Mit 60 Kilometer der l\u00e4ngste\u00a0Great Walk im Fjordland und mit einem H\u00f6henunterschied von 1000m am ersten Tag einer der steilsten\u00a0dazu. 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