{"id":1015,"date":"2015-04-15T11:49:23","date_gmt":"2015-04-14T22:49:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=1015"},"modified":"2015-04-22T04:00:44","modified_gmt":"2015-04-21T15:00:44","slug":"stewart-island","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.reiseblog-nz.de\/?p=1015","title":{"rendered":"Stewart Island"},"content":{"rendered":"<p>Von Invercargill fuhren wir ca. eine halbe Stunde mit dem Auto nach Bluff. Dort angekommen verabschiedete\u00a0ich mich von Julian, der danach wieder zur\u00fcck nach Invercargill fuhr und die Zeit dort verbrachte.\u00a0Von Bluff begann dann die einst\u00fcndige Fahrt nach Stewart Island. Als ich dann in Oban ankam, der einzigen &#8222;Stadt&#8220; auf Stewart Island, musste ich als erstes in das Visitor Center, um mir die Tickets f\u00fcr die Unterk\u00fcnfte abzuholen. Von da aus begann dann der Drei-Tages-Track.\u00a0In meinem 10 Kilogramm schweren Rucksack war, neben Nudeln, Haferbrei und Trinken, der wohl unhandlichste\u00a0und schwerste Gaskocher, den ich je mitschleppen musste, ein gro\u00dfer K\u00fcchentopf zum Nudeln kochen, mein\u00a0Schlafsack und die wichtigsten Kleidungsst\u00fccke zum Wechseln, was bei dem Matsch vor allen Dingen Socken sind.\u00a0Alles in allem also kein High-Premium Equipment, gerade was das Gewicht angeht, aber noch aushaltbar. Mit dem Gep\u00e4ck brauchte ich dann eine Stunde bis zum Start des Tracks, welcher durch eine riesige Kette\u00a0markiert ist, die ins Meer m\u00fcndet. (Laut alter Maori Legende war Stewart Island der Ankerstein f\u00fcr\u00a0einen ihrer G\u00f6tter. Das andere Ende der Kette befindet sich in Bluff und ist somit ein Kunstwerk, welches\u00a0der alten Legende gedenkt). Vom Start des Trecks brauchte ich weitere 2 1\/2 Stunden, um die erste H\u00fctte zu erreichen und war somit deutlich schneller als die angek\u00fcndigten 3-4 Stunden, die man vom Beginn des Trecks ben\u00f6tigt.\u00a0Auch wenn die erste Strecke, welche u.a. \u00fcber menschenleere Str\u00e4nde f\u00fchrt, echt sch\u00f6n war, topte die Lage der H\u00fctte alles. Blick aufs Meer und inmitten des Dschungels gelegen. Kurz bevor ich dort aber ankam,\u00a0\u00fcberholte mich im Laufschritt ein sch\u00e4tzungsweise Zwanzigj\u00e4hriger, welcher ebenfalls einen \u00e4hnlich gro\u00dfen Rucksack herumschleppte. In der H\u00fctte stopfte er sich dann schnell seine schon zubereiteten Nudeln rein und sagte, dass er schnell zur n\u00e4chsten H\u00fctte wolle, welche 7 Stunden entfernt liegt (zu dem Zeitpunkt\u00a0war es bereits 5, und um 7 Uhr wird es dunkel). Er hatte vor, den gro\u00dfen Track, welcher um den ganzen Norden der Insel f\u00fchrt, zu machen, f\u00fcr den man normalerweise 9 Tage ben\u00f6tigt. Er wollte ihn aber in 7 Tagen schaffen und musste deshalb die erste H\u00fctte skippen &#8230; Menschen gibt&#8217;s.<br \/>\nNach und nach kamen dann weitere Menschen an der H\u00fctte an, welche dann auch an der H\u00fctte bleiben wollten.\u00a0Es kamen insgesamt zwei Gruppen \u00e4lterer Kiwis, ein junger Amerikaner und eine junge Chinesin an, welche\u00a0alle den Track in die gleiche Richtung liefen. Am Abend versuchten dann die Kiwis mit kleinen Radios die \u00dcbertragung des Cricketfinales mitzuh\u00f6ren.\u00a0Als dann der Punktestand genannt wurde und der mit dem Radio es entnervt zuklappte und rump\u00f6belte,\u00a0schloss ich daraus, dass Australien deutlich besser als Neuseeland abschnitt. Da es tats\u00e4chlich Australien\u00a0und Neuseeland waren, welche im Finale der Meisterschaft standen, war die Entt\u00e4uschung bei einigen der Kiwis\u00a0also entsprechend hoch.\u00a0Der Amerikaner, die Chinesin und ich verbrachten hingegen die Zeit mit Kartenspielen. Kurz bevor die Kiwis dann schlafen gingen, bekam ich von denen noch eine Premium-Tracking-Instantsuppe geschenkt, da sie zu viele\u00a0gemacht hatten.<br \/>\nAm n\u00e4chsten Morgen machte ich mich dann wieder alleine auf, den zweiten und l\u00e4ngsten Part des Tracks zu laufen.\u00a012 Kilometer\/f\u00fcnf Stunden + 30 min Mittagessen. Ich hatte, wie auch am ersten Tag, extremes Gl\u00fcck mit dem Wetter.\u00a0Zwar regnete es immer mal wieder (was im Regenwald halt so \u00fcblich ist) aber es schien fast durchgehend die Sonne.\u00a0Als ich an der zweiten H\u00fctte ankam, war ich dann erstaunt, dass die Lage sogar noch die der ersten H\u00fctte \u00fcberbot.\u00a0Scheinbar an einem gigantischen See gelegen, musste ich bei genauerem Hinsehen verstellen, dass es in Wahrheit\u00a0das Meer war, welches \u00fcber das riesige Buchtensystem bis hierher vordrang. Nachdem ich die sch\u00f6ne Aussicht und\u00a0das super Wetter genoss, ging ich gegen Abend dann in die H\u00fctte, in der neben anderen Backpackern, sich auch die Reisenden vom Vortag versammelten, um zu kochen oder sich zu entspannen.\u00a0Zum Abendessen hatte die Chinesin sich Miesmuscheln aus der Bucht gesammelt und dann gekocht. Eigentlich eine super Idee, auf die ich leider erst kam, nachdem ich schon gegessen hatte. Am n\u00e4chsten Morgen stand ich dann schon gegen sieben Uhr auf, um Kiwis zu sehen. Von anderen Backpackern\u00a0h\u00f6rten wir, dass sie einen in der Gegend am Vortag gesehen hatten. Und tats\u00e4chlich sah ich einen nach nur\u00a0300 m. Leider war es deutlich zu dunkel, um Fotos zu machen, und in dem Moment, wo ich meine Taschenlampe einschaltete, rannte er auch zur\u00fcck ins Gestr\u00fcpp und war verschwunden. Beim Versuch, am Morgen einen weiteren zu sehen, fand ich dann lediglich ein umherhopsendes Opossum.<br \/>\nGegen 10 Uhr ging machte ich mich dann auf, um den letzten Part zu laufen, und an dem Tag bekam ich dann auch\u00a0ber\u00fcchtigte Stewart Island Wetter zu sp\u00fcren. Extremer Regen und Wind im 30-Min.-Takt. Da ich aber gr\u00f6\u00dftenteils\u00a0im Urwald unterwegs war und die Vegetation extrem dicht ist, wurde ich nicht allzu nass.<br \/>\nIn Oban angekommen musste ich mir erst einmal eine Packung Cookies kaufen. Der Amerikaner hatte sich den ganzen\u00a0Track nur von Toast mit Erdnussbutter und Marmelade und von Cookies ern\u00e4hrt und nach meinem Haferbreifr\u00fchst\u00fcck\u00a0brauchte ich unbedingt was S\u00fc\u00dfes.\u00a0Leider kam ich schon gegen 1 Uhr in Oban an, und meine F\u00e4hre ging erst um 6. Da das Wetter sich wieder\u00a0besserte, erkundete ich die Umgebung Obans und lief weitere kurze Tracks, was mich auf eine Distanz von insgesamt 15 km an dem Tag brachte. Auf der F\u00e4hre traf ich dann noch den Amerikaner wieder, und wir fuhren fast alleine mit dem Catamaran zur\u00fcck. Da wir alle zwar ersch\u00f6pft aber gl\u00fccklich \u00fcber die drei Tage waren, sa\u00dfen\u00a0wir dann stillschweigend auf dem Boot und genossen zum letzten Mal den Blick auf Stewart Island.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von Invercargill fuhren wir ca. eine halbe Stunde mit dem Auto nach Bluff. 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